KUNST ODER KIND?

Vereinbarkeit von Familie und Beruf im Feld der Kunst

Die Schweiz ist hinsichtlich der Vereinbarkeit von Familie und Beruf laut aktuellen Studien im Vergleich zu anderen europäischen Staaten ein Entwicklungsland.  Im Berufsfeld der Kunst spitzt sich die Problematik noch zu, wie ich in meiner wissenschaftlichen Arbeit erforscht habe.

Nicole Buchmann
Einladungskarte zur Podiumsdiskussion


Seit Jahren beschäftige ich mich mit der angesprochenen Thematik. Im Jahr 2017 legte ich den Master in Kunst an der Hochschule Luzern, Design & Kunst, ab. Im Zuge meiner Abschlussarbeit mit dem Titel «Kunst oder Kind? – Vereinbarkeit von Familie und Beruf im Feld der Kunst» war es mir ein Anliegen, die Tragweite der Kunst-Kind-Problematik auf politischer, gesellschaftlicher und persönlicher Ebene aufzuzeigen.

Meinem Kernanliegen, auf die herrschende Diskrepanz zu reagieren und innovative Lösungsansätze zu formulieren, folgte die Installation des schweizweit ersten Coworking-Arbeitsplatzes mit Kinderbetreuung «COWORKING / COPLAYING» im Kulturraum «Chessi» in Sarnen, dies bereits im März 2018.  

Es darf durchaus als Folge dieser visionären Vorarbeit angesehen werden, dass mittlerweile neben visarte auch verschiedene Private den Notstand erkannt haben und ihr Angebot entsprechend zukunftsorientiert ausbauen. 

Als Künstlerin und Mutter von zwei Kleinkindern war es mir als direkt Betroffene stets ein Anliegen, den Themenkreis Kunst und Kind in seinen Auswüchsen wissenschaftlich möglichst fundiert zu erörtern. 

Im Sinne einer ersten Bestandesaufnahme führte ich zahlreiche Interviews mit folgenden PartnerInnen aus Kunst und Forschung: 

–    Dr. Irene Mariam Tazi-Preve (Familienforscherin und Autorin)
–    Franziska Furrer
–    Matteo Schenardi
–    Adriana Stadler
–    Lea Achermann
–    Reto Scheiber
–    Anita Regli
–    Anne-Christine Kalbermatten
–    Anna-Sabina Zürrer

Hieraus resultierte die Notwendigkeit, adäquate Reaktionsmuster und Lösungsansätze in zahlreichen Workshops zu vertiefen. 

Den Abschluss dieser Forschungsarbeit bildete eine Podiumsdiskussion mit folgenden VertreterInnen aus Wirtschaft, Politik und Kunst: 
–    Daniel Häni (Initiant des Grundeinkommens)
–    Prof. Dr. Silvia Henke (Kulturwissenschaftlerin)
–    Josef Felix Müller (Präsident visarte.schweiz)
–    Celia und Nathalie Sidler (Künstlerinnen)
–    Nicole Buchmann (Initiantin des Projekts Kunst oder Kind?)

Dauer Video: 49 min 39 sek
Ausstellungsansicht